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  • V. Kolloquium zum Nietzsche-Kolloquium

    Über akademischen Lifestyle und große Fußstapfen

    1700 Meter über dem Meeresspiegel. Rechts und links umgeben einen weniger Menschen als in normalsterblicher Tiefe. 700 Einwohner treffen auf (ca.) 700 Nietzsche-Enthusiasten, Nietzsche-Epigonen, Nietzsche-Apologeten, Nietzsche-Fetischisten? Wir plaudern über Nietzsches Leben und Werk, über den Tagungslifestyle, über dünne Luft, frische Luft in Sils Maria. Am Ende steht fest: Berge sind höher als Menschen.

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  • 15. Auf den Spuren der Einsamkeit

    Moderne, pathologische und mediale Einsamkeit

    Wir sind im Kosmos, doch wo stehen wir? Und wie zu uns selbst? Und wie mit- und gegeneinander? Vielleicht stehen wir am Rande, am Abrand? Bruno und Jakob wollen zu Rande kommen und sprechen über Einsamkeit. Wir sind alle religiöse Kleingärtner (geworden). Ein Obdach müssen wir uns heute vielleicht selbst bauen. Georg Simmel erklärt die Entfremdung voneinander in den Großstädten. Gehört Einsamkeit dazu, oder lässt sie sich heilen? Beides – wahrscheinlich. Obwohl die Stoiker wie immer ihr Diktum zum besten geben: Stellt euch doch nicht so an. Und mal wieder: Freiheit ist ein zweischneidiges Ideal, vor allem aber: Ein Ideal! Wir sollten ihm nicht unsere Gesundheit opfern. Selbiges gilt für die Gesellschaft: Je besser sie "funktioniert", desto kränker werden die Menschen, die dieses Funktionieren garantieren. Also: Ganz einsam sind wir hoffentlich erst im Tod.
    Einst waren echte Beziehungen eine Notwendigkeit. Heute meinen wir uns dieser Notwendigkeit entledigt zu haben, und inszenieren Beziehungen in einer fragwürdigen Realität. Und schließlich landen wir bei einer großen Scham. Doch dazu ein andermal!

    Inhalt:

    00:00:00 Nietzsche in Sils-Maria

    00:02:20 Einleitendes zur Einsamkeit

    00:12:30 Einsamkeit und Moderne – Simmel u.a. – Spaßgesellschaft, Partygesellschaft

    00:30:40 Allgemeines und Singuläres – Simmel und Reckwitz

    00:37:22 Rolle von Staat und Gesellschaft – Diana Kinnert

    00:46:10 Kommunikation, Medien – McLuhan, Plessner

    01:05:55 DIE POPMUSIKANALYSE mit Maxim Klusch – "I" vermisst "You"

    01:10:33 Selbstverleugnung als moderne Subjektivität – Adorno/Horkheimer

    01:17:42 Betrübtheit? – Bitte keine Ethik des Ertragens!

    01:30:36 Abschied – Der Einsamste

    Wir empfehlen:

    F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby (1925)

    King Vidor: The Crowd – „Ein Mensch der Masse“ (1928)

    Sofia Coppola: Lost in Translation (2003)

    Werner Herzog: Family Romance, LLC (2019)

    Georg Simmel: Die Großstädte und das Geistesleben (1903)

    Helmuth Plessner: Zur Frage menschlicher Beziehungen in der modernen Kultur (1959)

    Diana Kinnert: Die neue Einsamkeit. Und wie wir sie als Gesellschaft überwinden können (2021)

    Wir danken dem Nietzsche-Haus in Sils Maria im Engadin für die Gastfreundschaft!

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  • IV. Wahl-O-Mat-Kritik®

    Eine neutrale Handreichung?

    Handreichung zur Wahl No. 2. Wir haben den Wahl-O-Mat® durchgespielt. Und betrachten ihn kritisch. Doch mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. – Außerdem: Wir wollen die traditionalle Familie aus Vater, Vater und Großvater fördern. Bafög stärker besteuern. Den Staat verstaatlichen! Der freien Wirtschaft Windenergie in den Arsch blasen. Fünfte und Sechste Staatsbürgerschaften zulassen! Wir sollten uns ganz rational selbst befragen: Können wir aus dem großen Scheißhaufen einen Köttel machen? Während der Aufnahme klingeln die Grünen. 6G Ausbau! Die Schuldenbremse bitte links überholen! Lieber finanzielle Schulden als materielle Schulden. Aus der sehr schlechten EU soll Deutschland nicht austreten! Und bitte: Frauen an die Macht. Oder wenigstens der Postillon. Und den Machtblock der Alten brechen.

    Lachen und Weinen präsentiert: Eine informative Sendung die überwiegend ernst gemeint ist.

    Korrektur: "Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt", sagte nicht Joschka Fischer, sondern Peter Struck. Schade eigentlich.

    Hier gehts zum Wahl-O-Mat®: wahl-o-mat.de/bundestagswahl2021/app/main_app…

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  • 14. Passivistische Staatsbefriedung

    Staat, Politik und Rechtsradikalismus

    Wir betreiben passivistische Agitation. Aber auch: Vögeln fördern. Denn bei der Liebe gibt es wenigstens noch was zum Anfassen. Drum herum herrschen einige Fiktionen. Der Staat bleibt ein Abstraktum und legt trotzdem Hand an. – Es ist Wahlherbst, die Jahreszeit des Hypernormalismus. Und das im realen Ausnahmezustand. "In Gefahr und grösster Not bringt der Mittelweg den Tod." Die Lage ist ernst. Das Politische geht dem Staat voraus, die Politik betreibt ihren Betrieb – und wir können uns dem Ganzen nicht entziehen. Wir haben also eigentlich keine Wahl mehr. Gerade weil wir am 26. zur Wahl aufgerufen sind. Außerdem! – Zukunft! Menschen! Erde! Welt! Nach Vorne! Gemeinsam! Jeder will der demokratischste sein. Wir wollen die Bestimmtheitsstruktur dieser Blödheit analysieren. Und das Alter zum politischen Kampfbegriff machen. Am Ende geraten wir in resignative Strudel. Wir schwimmen dann noch dagegen an. Oder doch passivistisch einlullen lassen?

    Inhalt:

    00:00:00 Hörspiel – Gründung des Passivismus

    00:07:00 Staat und Politik – Karl Valentin, Nietzsche, Bourdieu

    00:34:45 Die Popmusikanalyse mit Maxim Klusch – "Comeback ins Altbekannte"

    00:40:15 Aspekte des neuen Rechtsradikalismus – Adorno, Freud

    01:18:30 Fakten zur Wahl – Demografie – Alt vs. Jung

    01:24:55 Wort zum Wahlsonntag – Nietzsche

    Korrektur: Marco Bülow ist von der SPD zur Partei übergetreten.

    Zweite Korrektur: Hitler gab den "Nerobefehl", nicht den Zerobefehl, oder den Nullbefehl.

    Einige Quellen:

    de.wikipedia.org/wiki/Weltbevölkerung

    bundeswahlleiter.de/info/presse/mitteilungen/…

    republik.ch/2021/09/01/weder-wirklich-wahl-no…

    n-tv.de/politik/Umfrage-Klima-spielt-fuer-ael…

    Wir lesen aus:

    Adorno, Theodor W.: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus, Berlin 2019.

    Danke an folgenden Soundcrafter:
    freesound.org/people/anechoix/sounds/456797

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  • III. Tod und sterben lernen

    Ein junges Gespräch über den Tod

    Der Tod – Heidegger malt ihn als die einzige Wahrheit. Epikur meint, er betreffe uns gar nicht. Er stellt uns vor das Lebensrätsel Diltheys, und bei Hegel lebt vor allem der Geist, indem er aber die Negativität des Todes auf sich nimmt. Überhaupt: Heißt nicht "Philosophieren" sterben lernen?

    Geht er nur die Toten etwas an? Oder nur die Lebenden? Wer nimmt den Tod eigentlich wahr, wer erfährt ihn? Wenn schon nicht der Tod, dann ist doch mindestens das Sterben ein Prozess des Lebens. Und am Ende muss der Mensch auch noch trauern. Letztlich: Wie verhält man sich zum Tod? Kann man einfach dagegen sein? Auf Messers Schneide servieren wir uns den Tod als ultimatives factum brutum in Folge III!

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  • 13. Von Höhlen und Metahöhlen (mit Florian Arnold)

    Blumenbergs Anthropologie

    raw HTML omitted Um alles muss ein Umschlag. Um das Buch und um die Welt. Wir schlagen das Buch unseres Gastes Florian Arnold auf. Mit ihm wollen wir das Unvordenkliche einholen. Die Wahrscheinlichkeit arbeitet gegen uns. Hans Blumenberg nimmt uns zum Glück bei der Hand und führt uns über die Brücken, die er schlägt. – raw HTML omitted

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  • II. Konsum als Stahlbad

    Über wahren Rausch und die Illusionen der Anderen

    Thema Konsum – 30 Minuten mit Nachspielzeit. UNCUT.

    Leider sind wir alle Odysseus am Mast. Denn Fun ist ein Stahlbad. Wir lesen einen Genussphilosophen aus Wien gegen die Spaßbremse des 20. Jahrhunderts schlechthin.

    Wobei es ganz ohne Konsum nicht geht. Wir müssen uns Teile der Welt einverleiben und wieder ausscheiden.

    Aber was ist mit FUN wenn der beat dropped und man richtig schön einen drin hat!?

    ENDLICH EINFACH MAL SPAß HABEN!!!

    Ein Lebensgefühl konsumieren.

    Auf Konsum folgt schon deshalb Leere, weil Konsum dauerhaft nicht möglich ist.

    Wahrer Rausch ist Todesnähe. Wahres Glück bedeutet, sich großer Gefahr aussetzen. Fun und Eventkultur sind leerer Exzess und machen müde. Wir sind zwar dabei, aber haben wenigstens schlechte Laune.

    Ein Schritt tiefer in die Dialektik der Aufklärung: In der liberalen Gesellschaft ist der Zwang nicht verschwunden, er ist nur subtiler.

    Literatur:

    Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, New York 1944/ Amsterdam 1947.

    Pfaller, Robert: Die Illusionen der anderen. Über das Lustprinzip in der Kultur, Berlin 2002.

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  • 12. Der Weltgeist in der Cloud

    Größenwahn im Silicon Valley

    2021: Odyssee im Cloudraum. Wir denken das Digitale und hoffentlich nicht das Digitale uns. Es braucht jedenfalls die Materialitäten genauso wie das Analoge. Auch Counterculture der 68er und Cyberculture bedingen sich gegenseitig. Hat am Ende Hegel recht? Das Schlusswort bekommt er jedenfalls nicht.

    Inhalt:

    00:00:00 Hörspiel: Bewusstsein in der Cloud

    00:05:45 Silicon Valley zur Einführung

    00:26:08 Hörspiel: DIE METAPHYSISCHE APOTHEKE

    00:30:02 Adrian Daub: Was das Valley Denken nennt

    01:03:15 Geniekult und religiöse Auswüchse

    01:28:41 Schluss: Montaigne

    Die wichtigsten Stichpunkte zum Silicon Valley:

    "Und jetzt haben die das geschafft, die Computerleute!"

    Sinnlichkeit bleibt eine Lustquelle.

    Das Silicon Valley umprogrammieren?

    Disruption als Paradigma der Moderne.

    Erst von Marx zu Schumpeter, dann mit McLuhan bis in die Cloud.

    Wir haben es mit Überzeugungstätern zu tun, die die Welt verändern wollen.

    Abermals folgen wir unserem Patienten in die METAPHYSISCHE APOTHEKE!

    Digitale Medien können einen leider nicht massieren.

    Das moorsche Gesetz ist kein Gesetz.

    Im Silicon Valley endet die Theorie. Und der Mensch, der sie formulieren könnte.

    Optimierung des Menschen ist Naturverachtung und menschlicher Selbsthass.

    Das Genie lässt sich nichts gefallen. Schon gar keine demokratisch beschlossene Regulierung.

    Im Silicon Valley herrscht "die planvolle Verkündung dessen, was ist." Die Revolution bleibt aus.

    Am Ende sollen wir Gott sein und ihn erschaffen gleichzeitig. Und das beste: Es kann eigentlich gar nicht anders kommen.

    Alles Scheitern ist im Rückblick Teil des immer schon vorherbestimmten Erfolgs.

    Summa summarum: Aus interessanten Prämissen werden ideologische Schlussfolgerungen gezogen.

    Der Westen ist erobert, nun wird die Frontier gen Universum gerichtet!

    Optimierungsdenken vereinzelt und lässt vereinsamen.

    Am Ende führen Technik und New Age beide in die Lifestylefalle.

    Einige Links für Euch:

    thebaffler.com/salvos/how-to-become-an-intell…

    republik.ch/2021/01/13/inside-huawei

    m.youtube.com/watch

    publicbooks.org/eugenics-powers-iq-and-ai

    Zitiert haben wir unter anderem:

    Daub, Adrian: Was das Valley Denken nennt. Über die Ideologie der Techbranche, Berlin 2020.

    Turner, Fred: From Counterculture to Cyberculture. Stewart Brand, the Whole Earth Network, and the Rise of Digital Utopianism, Chicago – London 2006.

    Vielen Dank an folgende Soundcrafter:

    freesound.org/people/rfmfilm/sounds/275131

    freesound.org/people/khenshom/sounds/565202

    freesound.org/people/sidadrumbum/sounds/42977

    freesound.org/people/facuarmo/sounds/482270

    freesound.org/people/orginaljun/sounds/401830

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  • I. Wissen und Nichtwissen im Philosophiestudium

    Philosophisch A1

    Vom heutigen Philosophiestudium und vom Studium der Philosophie im Großen und Ganzen

    Was erwartet den Suchenden an der Uni? Er ist ein Werdender, ein Lernender – aber was wird aus ihm? Er kifft und protestiert heute seltener, doch die Moral dient ihm immer noch häufig als Schutzschild und Waffe. Wir haben herausgefunden: Helmuth Plessner war auch mal Student. Was hätte er zur Bologna-Reform gesagt? Hätte er geklagt? Wir sprechen über Taktung des Denkens, Bürokratisieren des Philosophierens, fragen uns wo der freie Ort ist, den das freie Denken doch vielleicht auch benötigt? Da Sprache doch das Medium der Philosophie ist, wie wirkt sich ein erzwungener "wissenschaftlicher" Jargon auf das Denken aus? Kann man noch zu einer Promotion raten? Und was studiert man nochmal, wenn man Philosophie studiert? Wir fragen es uns erneut, und wahrscheinlich nicht zum letzten Mal: was ist das Wesen der Philosophie? Wir finden schön: Philosophie als Wagnis, Philosophie als Heilmittel, auch für die Wunden, die sie selbst erst schlägt. Denn wenn Studenten an deutschen Unis von "Career" erzählt werden soll, geht es meist um Gehirnwäsche.

    Außerdem: Frohe Ostern. – Wir erstehen auf in einem parallel laufenden, neuen Format. – Bruno begründet die Woziologie. – Jakob weiß nicht mehr so recht. – Sprachkurs Philosophie, von A1 zur Muttersprachlerin! – Adorno lässt Wittgenstein auflaufen. – Wir stapeln unser Wissen nach unten. – Die Glätte der akademischen Sprache meidet leider, sich aufs echte philosophie Glatteis zu begeben.

    An alle Studienbeginner, hier die Informationen zur Veranstaltung an der Uni Heidelberg:

    Philo*phil – das philosophische quintett

    ÜBER WISSEN UND NICHTWISSEN IN DER PHILOSOPHIE ODER: Was tun, wenn sich ein theoretisches Problem plötzlich ganz praktisch anfühlt?

    ONLINE -TALK AM 04. MAI 2021 UM 18:30

    Bei unserem ersten philosophischen Quintett haben Sie die Gelegenheit, mit drei Menschen ins Gespräch zu kommen und von Ihnen zu erfahren, wie sie ihr Philosophie Studium gemeistert haben. Was war die größte Freude, die kleinste Hürde und wieso haben sie nach dem Studium mit der Philosophie weiter gemacht? Auf diese und viele Fragen von Ihnen freuen sich:

    Sabine zu Putlitz

    Jörg Scheller

    Omri Böhm

    Moderation: Peter Abelmann, Lena Lampe

    LINK und Zugangsdaten: bit.iy/Philophil21

    (Danke an Frau Obermeier für Idee und Vermittlung!)

    Artikel zur Promotion in den Geisteswissenschaften:

    sueddeutsche.de/bildung/geisteswissenschaften…

    Literatur:

    Christiane Florin: Warum unsere Studenten so angepasst sind, Rowohlt Taschenbuchverlag 2014.

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  • 11. Dandytum und moderne Subjektivität

    Homo sibi deus est?

    Der Dandy im Apfelstrudel spätmoderner Singularisierung

    Dandytum damals und heute. Wir schreiben eine kleine Kulturgeschichte.

    Ursprünglich ließ er sich von Schildkröten das Tempo vorgeben – doch was vermag er heute im Temporausch der Singularisierung? Lässt es sich auf Instagram noch genüsslich promenieren?

    Wir eröffnen mit napoleonischer Konfliktbewältigung. Wer will schon lebenslang konservativ-liberal sein? Also fängt man mit sich an, was man will. Krönt sich bspw. zum König. Aber Vorsicht: Selbst im besten Fall, kann man auch nur der werden, der man schon ist. Nur nicht zu viel Zeit vor dem Spiegel verbringen. Wie war das noch mit Existenz, Essenz und Freiheit? Lieber Freidenker, als Freitäter. Besser isses.

    Ein bisschen geht es um Lifestyle – aber um einen besonderen! Der Dandy im Wandel der Zeiten. Statt über die Gemeinschaft definieren wir uns heute vorrangig als unser eigenes Individuum. Wann ging das los? Wir beginnen mit Hegel. Ja, Hegel kommt zu Wort. Wenn man es ernst nimmt, geht bald ohne Ästhetisierung nix mehr. Ein gigantischer Raum öffnet sich. Kann der Dandy zum Trendsetter werden? Wird er zum bloßen Kurator seines Lebens?

    Inhalt:

    00:00:00 Hörspiel: Selbstkrönung

    00:10:10 Geschichte der Selbstkultivierung

    00:17:09 Das Exempel: Der Dandy

    00:43:21 Krise des Dandytums

    00:59:00 Authentizitätswahn heute

    01:10:24 Schluss: ANTINOMIEBAROMETER

    Außerdem: Es gibt Jelly Beans. – Homo homini XY est. – Die Welt als Promenade und Vorstellung. – Oscar Wilde als prekärer Dandy. – Der preußische Dandy läuft Gefahr, sich emotional einzupanzern. – Was wurde nach '68 eigentlich aus der Romantik? – Und wir spielen DAS ANTINOMIEBAROMETER!

    Nur am Rande streifen wir: Der Dandy kann eine enorm reaktionäre Figur sein. Hierzu sei noch folgender Artikel anheimgegeben: jacobin.de/artikel/rechte-intellektuelle-bild…

    Den erwähnten Artikel von Günter Erbe gibt es hier: bpb.de/apuz/27987/der-moderne-dandy

    Also? Homo sibi deus es?

    Danke an folgende Soundcrafter:

    freesound.org/people/inchadney/sounds/457869

    freesound.org/people/crz1990/sounds/135902

    Millionärsmusik: copyright held by Celador Music, Keith Strachan, Matthew Strachan

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